grauenhafter Abend, später große Liebe

Hallo! Ich weis, die Geschichte klingt verrückt, dennoch ist sie wahr. Bisher wissen nur mein Freund und ich davon, indem ich sie hier niederschreibe befriedige ich gewissermaßen den Drang, mich noch jemandem anzuvertrauen.

Also, es passierte vor etwa anderthalb Jahren. Ich bin Studentin und verbrachte den späten Nachmittag damals in der Bibliothek. Es war einiges los. Da Winter war, wurde es recht schnell dunkel. Irgendwann bemerkte ich einen jungen Mann, der mir oft Blicke zuwarf. Ich wusste nicht, ob er Student war, oder nicht, habe aber nicht weiter auf ihn geachtet.
Schließlich machte ich mich auf den Weg in meine kleine Wohnung. Im Haus angekommen, ging ich zunächst in den Keller runter um etwas zu holen. Außer mir war keiner der Bewohner da. Es war stockdunkel. Ich erledigte was zu erledigen war und wollte hoch gehen, als ich merkte, dass jemand in der Tür meines Kellers stand: der junge Mann aus der Bibliothek! Oh Gott, das Herz rutschte mir ja sowas von in die Hose. Er musste mir gefolgt sein und die Haustür ist ja ständig offen, weil in einem Hochhaus dauernd jemand rein oder raus geht. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich wusste ja nicht mal, wieso er da war, was er wollte. Schließlich wollte er, dass ich ihm meinen Geldbeutel gebe. Ich sagte, ich hätte ihn nicht dabei. Er ging auf mich zu und riss mir die Tasche aus der Hand. Ich wollte schreien, aber es ging einfach nicht!! Meine Knie waren total weich und es wundert mich, dass sie nicht nachgegeben haben. Er fand meinen Geldbeutel und steckte ihn ein. Dann befahl er mir, in meine Wohnung zu gehen. Ich wusste, dass ich mich nicht wehren könnte, also machte ich einfach. Ich hoffte, dass mir einer der anderen Bewohner begegnen würde, aber wir nahmen den Aufzug und der war leer.
Er ging mit mir in die Wohnung! Als wir drin waren, sagte er, dass ich mich ausziehen soll. Aber jetzt wollte ich endlich etwas unternehmen. Ich wehrte mich, aber er schleifte mich in mein Zimmer und legte mich aufs Bett. Ich weinte und sagte dass ich scheien werde und meine Nachbarn würden das mitbekommen. Er entgegnete nur, ich könne mich auf was gefasst machen, wenn ich das täte. Ich zitterte vor Angst, v.a. als er mir befahl, sein Hemd aufzuknöpfen. Danach machte ich nichts mehr. Ich saß auf meinem Bett und weinte. Und plötzlich wurde er ganz anders, total einfühlsam! Ich wusste gar nicht, wie ich sein Verhalten verstehen sollte! Er zog mich bis auf die Unterwäsche aus, wie weis nciht was mit mir los war, ich war wie in Trance und habe gar nichts dagegen unternommen. Aber als ich beinahe nackt vor ihm lag, hatte ich wieder fürchterliche Angst und dachte nur daran, dass ich auf jeden Fall meine Beine zusammendrücken muss (bescheurt, ich weis, aber in dem Moment kam mir kein anderer Gedanke). Er trug nur noch seinen Slip und setzte sich neben mich. Er wollte wissen, ob ich noch Jungfrau sei! Widerstrebend antwortete ich mit Ja. Dann meinte er, dass es ihm leid tue und er würde es so schmerzlos wie möglich machen! Ähhmm... Also da wusste ich auch nicht mehr, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, oder ich, weil ich das erlebe und mir nicht sicher war, ob ich nicht träume... Ich wollte nicht, aber er begann mich überall zu küssen, außer auf den Mund. Und ich konnte einfach nicht verhindern, dass ich feucht wurde, trotz der Situation. Ich wehrte mich, als er an meinen Beinen zog, aber ich hatte Angst zu schreien, ein Schlag von ihm hätte mir wahrscheinlich den Rest gegeben. Naja, war klar, dass er gewinnt. Er zog mir die Unterhose runter, seine hatte er schon nicht mehr und spreizte meine Beine so weit, dass es schon wehtat. Ich schlug ihn und kratzte, aber es half nicht. Er drang in mich ein und es schmerzte ziemlich. Ich hatte echt Glück, dass ich wenigstens einigermaßen feucht war. Es ging nicht lange, der Schmerz ließ nach und er war bald fertig. Er stand auf und zog sich an und sagte "Danke"!!! Ich dachte ich hätte mich verhört! Danach sagte er, er würde am übernächsten Tag wiederkommen und ging einfach! Ich hatte nicht einmal etwas entgegnet! Ich hatte solche Angst. Einerseits war ich erleichtert, dass er endlich weg war und dass ich lebte!! Und dass ich das einigermaßen unbeschadet überstanden hatte. So ein Glück, dasss ich schon damals die Pille genommen habe, obwohl ich keienn Freund hatte. Ich hatte Angst vor dem übernächsten Tag. Ich wusste nicht, wem ich was sagen soll, v.a. weil es mir aus irgendeinem Grund peinlich war! Total bescheuert!
Ich habe versucht das zu verdrängen, ging am nächsten Tag normal in die Uni, alles wie immer. Schließlich unternahm ich einfach nichts. Er kam am Abend und ich öffnete! Ich weis, ich war bescheuert, aber ich dachte daran, was er machen könnte, wenn ich nicht öffnete.
Er kam wortlos rein und zog mich mit sich in mein Bett, alles spielte sich wieder so ab wie am letzten Tag.
Und das ging einige Zeit lang so. Er kam jeden zweiten Tag. Ich fühlte mich wie eine Hure, konnte aber nichts sagen. Je länger es ging, desto weniger wollte ich es jemandem sagen. Wie sollte ich erklären, warum ich so lange mitmachte?
Aber von Mal zu mal hatte ich immer weniger Angst. Manchmal hatte ich sogar während dem Sex einen Orgasmus, versuchte ihn aber so gut es ging zu unterdürcken, was kaum möglich war und ich bin sicher, er merkte wann ich zum Höhepunkt kam.
Einmal sah ich, dass er nach dem Gehen meien Geldbeutel auf meinem Tisch gelassen hatte. ALLES war drin, auch meine rund 80 Euro! Einfach alles. Ich konnte mir das alles nicht erklären!
Irgendwann einmal traute ich mich doch, ihm nach dem Sex zu sagen, dass ich das einfach nicht mehr machen kann. Ich sagte ihm einfach alles, dass ich mir nicht erklären kann, warum ich so lange mitgemacht habe, ich sagte ihm wie ich mich fühlte...alles. Obwohl er mir doch so viel Leid angetan hat!
Ich dachte er würde wütend werden, aber was tat er? Er küsste mich!!! O Gott. Davor bin ich ja einige Male geküsst worden. Aber nicht so! Es war so leidenschaftlich und traurig zugleich! Das war der Moment, den ich als "Wendepunkt" bezeichnen würde. Ich muss zugeben, ich habe allmählich angefangen, ihn ganz OK zu finden. Natürlich war sein Verhalten unmöglich, aber ich tat ja selber nihcts dagegen. Außerdem hatte er mir meinen Geldbeutel wiedergebracht und mir nie was getan - abgesehen von den Vergewaltigungen, die aber nach einer Zeit von mir ohne dass ich mich wehrte, angenommen wurden.
Naja, ich erwiederte seine Küsse und es war alles plötzlich anders! Wir waren noch nackt und schliefen erneut mit einander, diesmal wollte ich es!! Krank, ich weis... Und ich ließ meinen Orgasmus einfach kommen, ohne mich zu wehren. Das war das erste Mal, dass er nicht gleich danach ging. Wir schliefen zusammen ein, aber als ich aufwachte war er weg.
In zwei Tagen kam er wieder und ich ging zu meinem Bett, als er mich aber aufhielt und mich um einen Spaziergang bat. Ich merkte, dass ich nicht einmal seinen Namen wusste!
Er erklärte mir alles, erzählte mir von seiner Vergangenheit, seinem ganzen Leben einfach, seiner Familie, dem Grund für einen Überfall - Geld, weshalb ist nicht so wichtig - und dass er danach einfach eine Kurzschlussreaktion hatte, nicht wusste was er tun sollte, bloß kein Mörder werden wollte, ... Er wollte mir auch nie wehtun, wusste aber nicht, wie er handeln sollte. Zudem gestand er, dass er meinte etwas für mich zu empfinden, konnte mir das aber nach dem, was er sich geleistet hat, nicht sagen. Die einzige Möglichkeit mich oft zu sehen und mir nahe zu sein wäre seiner Meinung nach, alle zwei Tage zu mir zu kommen, was auch einige Monate lang so ablief. Er bat mich um Verzeihung, und ich bin ja nicht jemand, der sein Gehirn nicht benutzt! Ich wusste was er getan hatte, und wie ich das wusste! Ich wusste dass er eingesperrt werden würde, ich müsste nur einmal etwas sagen. Aber ich vergab ihm!!
Tja. Das war dann wohl der Neubeginn.
Als ich schrieb, dass nur ich und mein Freund davon wissen - ER ist mein Freund. Wir sind mittlerweile verlobt und ich weis, dass er der Richtige ist. Ich weis, dass ich ihn kenne und dass ich ihm vertrauen kann.

Es tut mir leid, ich weis das ist eine Seite, die sich ums erste Mal dreht, ich habe aber über das erste Mal hinauserzählt. Aber es erschien mir sehr wichtig, euch auch den Rest zu erzählen, damit ihr keinen falschen Eindruck bekommt. Ich weis, es werden viele unter euch sein, die mich für meine "Naivität" verurteilen werden, aber ich hoffe auch, dass mich der eine oder andere versteht.
Ich bin heute glücklich wie noch nie.