Selbstbefriedigung
Was ist Selbstbefriedigung?
Die Selbstbefriedigung (auch Masturbation oder Onanie genannt) bedeutet, sich selbst sexuelle Lust zu verschaffen. Dazu reibt, streichelt und regt man die erregbaren Teile seines Körpers so lange man will an oder bis man den Orgasmus erreicht.
Unter 14-Jährigen befriedigen sich etwa 40% der Mädchen und 65% der Jungen selbst, unter 17-Jährigen sind es 55% der Mädchen und 90% der Jungen.
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Warum Selbstbefriedigung gut ist
Man kann sich selbst Erregung und sexuelle Lust verschaffen und sich mit seinem Körper und seinen Empfindungen auseinandersetzen. Du kannst herausfinden, wo dein Körper die größten und schönsten Reaktionen zeigt und dir insgesamt die Sicherheit geben, die du beim ersten Mal und überhaupt beim Ausleben deiner Sexualität brauchst.
Wer sich seines Körpers selbst bewusst ist, kann sich in einer Beziehung zu einem anderen einfacher wohlfühlen. Zu zweit hilft es dem anderen, wenn du weißt, was du willst und was dir gefällt und du wirst in der Lage sein, deinem Partner das mitzuteilen und helfen, eure Erlebnisse für beide zu verschönern. Für ihn oder sie wird es dann einfacher und du kannst mehr genießen, was dir entgegengebracht wird.
Kann Selbstbefriedigung schaden?
Zunächst: Von Selbstbefriedigung kann man nicht krank werden.
Fälle in denen Selbstbefriedigung kritisch werden kann sind solche, in denen für dich der Solosex ein Ersatz für etwas anderes wird. Benutzt du die Selbstbefriedigung, um über andere Gefühle wie Enttäuschung oder Unsicherheit hinwegzutäuschen und sie brauchst, weil du das Gefühl hast du kannst sonst in bestimmten Situationen nicht so sein wie du willst. Selbstbefriedigung soll ein Genuss bleiben und nicht zum Muss werden.
Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden dich zusätzlich selbst zu befriedigen wenn du in einer Partnerschaft bist. Brauchst du es jedoch, weil dich deine Partnerschaft und der Sex mit deinem Partner nicht ausreichend befriedigt, solltest du mit ihm/ihr darüber sprechen, auch wenn das nicht einfach ist. Natürlich ohne den anderen zu verletzen sollte es in einer funktionierenden Partnerschaft möglich sein, offen darüber zu reden.
Genau so wenig kann Selbstbefriedigung enttäuschte Liebe kompensieren oder eine erträumte Liebesbeziehung ersetzen und kann dich auf Dauer nicht glücklich machen, dafür musst du einen anderen Weg finden.
Der schlechte Ruf der Selbstbefriedigung
Auch wenn es in unserer modernen Gesellschaft mittlerweile größtenteils akzeptiert ist, ist es schade, dass einige wenige immer noch in den Schubladen vergangener Zeiten denken. Früher als der Einfluss der Kirche größer und die allgemeinen Moralvorstellungen noch anders und strenger waren, wurde die Masturbation geradezu verteufelt und es wurde mit märchenhaften Folgen wie Blindheit, Verrücktheit oder schlimmen Krankheiten gedroht, vor allem um Jugendliche davon abzuhalten sich selbst zu befriedigen.